Die Karneralm – ein Ort mit langer Wintersporttradition

Die Geschichte des Skisports in der Karneralm geht auf das Jahr 1908 zurück. Margit Gräfin Szápáry und der damalige Sprengelarzt Dr. Max Lainer hatten den Skipionier und Erfinder der Einstock-Telemarktechnik, Prof. Zdarsky, als Instruktor nach Ramingstein eingeladen. Die Lungauer Nockberge wurden als Tourengebiet entdeckt.

Anfangs boten nur die Karner- und Reiterhütte den Skibegeisterten ein bescheidenes aber begehrtes Quartier. Im Jahr 1933 eröffnete der Besitzer der Karneralm, Balthasar Bogensberger, den Alpengasthof Karneralm. Der älteste Sohn von Dr. Max Lainer, Max Falko Lainer, machte 1932 auf dem Arlberg die staatliche Skilehrerprüfung und gründete mit Ollo Funke aus Tamsweg die 1. Alpine Skischule Lungau. Verteilt auf die Stützpunkte Karneralm, Schilcheralm, Bundschuh, Prebersee und Katschberg wurden Interessierte in der Kunst des Skifahrens unterrichtet. Der Tourenskilauf und romantische Hüttenabende beherrschten damals die ganze Region.

Der zweite Weltkrieg brachte tiefe Einschnitte in den Lungau. Im Jahre 1949 fanden sich unter den glücklichen Heimkehrern wieder einige Idealisten und gründeten den Sportklub Ramingstein. In beispielhafter Gemeinschaftsarbeit wurde der Lift zum Huberbauern hinauf gebaut. Der Skilauf nahm einen stetigen Aufschwung. 1963 wurde ein weiterer Lift gebaut, der Alpengasthof ausgebaut und eine Reihe privater Ferienwohnungen errichtet. 1971 folgte der Königstuhllift. In dieser Zeit erlebte das Schiparadies Karneralm seine Glanzzeit.

Trotz weiterer Investitionen konnte sich der Skibetrieb in der Karneralm gegenüber der übermächtigen Konkurrenz in der Region langfristig nicht durchsetzen. So war die Skisaison 2004/2005 die letzte Gelegenheit, das Familienskigebiet Karneralm/Schönfeld zu genießen. Im Sommer 2010 wurden die restlichen Liftmasten abgebaut und ausgeflogen. Die letzten Hoffnungen auf eine Wiederaufnahme des Liftbetriebes sind damit geplatzt.